Kita statt Kohle
Obwohl Köln den bislang kältesten Tag in diesem Winter erlebte, fand die Protestaktion der Kölner SPD-Frauen gegen das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld am Samstag, 19.12.2009, auf dem Pastor-Könn-Platz überraschend positive Resonanz.
Fast 200 Bürger und Bürgerinnen unterzeichneten in kurzer Zeit den Brief an Bundesministerin Köhler, die als "Herdprämie" bekannt gewordene Zahlung von 150 EUR pro Familie nicht einzuführen. Die Einführung der Herdprämie würde alte Rollenmuster verfestigen und hält insbesondere Kinder von frühkindlicher Bildung fern, die sie am notwendigsten hätten.
"Wir fordern, diese Mittel in den Ausbau der Kindertageseinrichtungen und die gute Betreuung der Kinder dort zu investieren", erläuterte SPD-Landtagsabgeordnete Ingrid Hack, die gemeinsam mit der ASF, den Jusos und mit Gonca Mucuk-Edis, SPD-Ratsfrau zu der Aktion aufgerufen hatte. "Erst wenn Eltern nicht mehr auf mehreren Wartelisten für einen Kita-Platz stehen, kann von Wahlfreiheit die Rede sein. Zurzeit haben wir eindeutig zu wenige Plätze, hier muss der Schwerpunkt der öffentlichen Förderung sein!"
Hier: download flyer "Kita statt Kohle"
Weitere Aktionen im kommenden Jahr werden folgen.
